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Gemeinde Elisabeth-Sophien-Koog

Wappen der Gemeinde Elisabeth-Sophien-Koog

 

Kontakt

Frau Ute Clausen
Bürgermeisterin
Elisabeth-Sophien-Koog 8
D-25845 Elisabeth-Sophien-Koog
Telefon
 : 
04842/8579
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Elisabeth-Sophienkoog wurde 1804/05 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort ist nach der Frau des Grafen J. H. Desmercieres benannt.

Straßennamen gibt es nicht
Straßennamen gibt es nicht -Hausnummer und der Koog-Name genügen. Der Postbote kennt alle 18 Familien, die im Elisabeth-Sophien-Koog auf der grünen Marscheninsel Nordstrand leben. Bodderkoog nennen die Einheimischen „ihren" Koog - möglicherweise wegen des gelb blühenden Hahnenfuß-Gewächses oder des fruchtbaren Bodens - es gibt verschiedene Theorien.
Ihre Sonderstellung - nicht nur die große „Nachbargemeinde" Nordstrand hat einen Bürgermeister, auch die „Koogslüd" bestimmen aus ihren Reihen ein Gemeindeoberhaupt - verdanken sie Graf Jean-Henri Desmercieres. Der Minister des dänischen Königs hatte 1771 die Eindeichung aus eigener Tasche bezahlt und auf die Unabhängigkeit für die Bewohner des Neulands gepocht Desmercieres benannte den fünften Nordstrander Koog nach seiner Ehefrau Elisabeth Sophie. Die politische Selbstständigkeit konnten sich die ES-Kooger bis heute erhalten. Eingemeindungsversuche in den 1970er Jahren scheiterten am Widerstand der Koogbewohner - ihr Credo: „Wir sind immer gut zurechtgekommen". Auch wirtschaftlich geht es der kleinen Kommune hinter dem Nordseedeich nicht schlecht: Verschuldung ist ein Fremdwort. Der „Uthlande Windpark" und ein Campingplatz sorgen für Gewerbesteuereinnahmen; hinzu kommt die Kurtaxe. Im Sommer herrscht an der Badestelle am Nordseedeich Hochbetrieb. Surfer schätzen das Revier vor dem Holmer Siel. Wenn der Seewind im Sommer warm über das platte Land und die windschiefen Bäume bläst ist wenig zu spüren von der Tücke der Nordsee hinter dem Deich. Im Winter dagegen zeigt der Blanke Hans sein wahres Gesicht: Anfang Januar 1976 musste der Bürgermeister den Koog sogar wegen einer schweren Sturmflut räumen lassen. Es gibt keine gewählten Gemeindevertreter im Koog. In einer Kommune unter 70 Einwohnern hat jeder wahlberechtigte Bürger eine Stimme. Die Teilnahme an den regelmäßigen Gemeindeversammlungen ist Ehrensache. Beschlüsse werden gemeinsam gefasst, meist ist man sich einig. Organisiert werden die Zusammenkünfte von der Nordstrander Amtsverwaltung (jetzt Amt Nordsee-Treene). Wahlen finden in der guten Stube der Bürgermeisterin nach einem gemeinsamen Frühstück statt
Weit über die Grenzen des Landes bekannt ist der „Pharisäer", das Nationalgetränk der Küstenbewohner. Erstmals zusammengebraut wurde der Kaffeepunsch im Elisabeth-Sophien-Köog im heutigen „Pharisäerhof'. Um 1870 soll der Besitzer des Vosgraf-Hofes, Peter Georg Johannsen, das Getränk im
Rahmen einer Taufe „erfunden" haben, um den neuen Pastor -einen erklärten Gegner alkoholhaltiger Getränke - auszutricksen. Damit keiner auf sein Quantum Rum verzichten musste, vermischte man den Alkohol mit dem Kaffee - eine dicke Sahnehaube sollte den Geruch „deckeln". Doch der Geistliche, dem nur schwarzer Kaffee aufgetischt wurde, bekam die Sache spitz und nannte die Anwesenden Pharisäer. Heute befinden sich im Pharisäerhof ein Bauernmarkt ein kleines Heimatmuseum und ein gemütliches Cafe, das natürlich auch den „Pharisäer" auf der Karte hat. (Text: Irmgard Lembken)

Historisches:
Bereits 1739 war das Gebiet des heutigen Elisabeth-Sophien-Kooges eingedeicht unter dem Namen "Christianskoog", jedoch schon 1756 wieder zerstört worden. 1771 wurden neue Deiche errichtet. Parallel zur Argrarreform versuchte man im 18. Jahrhundert bislang noch ungenutzte Gebiete für die Landwirtschaft zu erschließen. Erfolge brachten dabei vor allem die Versuche, der Nordsee an der nordfriesischen Küste Land abzuringen. Maßgeblich an der Erschließung dieser Köge beteiligt war Jean-Henri Desmercieres (1687-1778), ein Hugenotte aus Frankreich, der 1711 nach der Aufhebung des Toleranzedikts von Nantes nach Dänemark kam und als Finanzier des Königs sehr vermögend wurde.

Kurzinformationen
Einwohner:
46 (Stand: 31.03.2008)
Fläche: 519 ha
Landwirtschaftliche Betriebe: 6
Von den Betrieben genutzte landwirtschaftliche Fläche: 470 ha
Gemeindevertretung: Gemeindeversammlung (bei Gemeionden mit weniger als 70 Einwohnern)
Kulurelles: Gemeinsamer Ortskulturring Nordstrand
Öffentliche Einrichtungen: Freiwillige Feuerwehr
Sehenswürdigkeiten: Uthlander Windpark, Heimatmuseum im Pharisäerhof
Ausflugsziele: Campingplatz, Außendeich-Strand, Beltringharder Koog
Sportstätten: Surfstrand

(Quelle: SHZ  - Schleswig-Holstein Topograghie, Seite 355 - 356)


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