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Gemeinde Winnert

Wappen der Gemeinde Winnert

Kontakt

Frau Jutta Rese
Bürgermeisterin
Osterheck 12
D-25887 Winnert
Telefon
 : 
04845/1358
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Winnert wurde als "Winderde" 1423 erstmals erwähnt. Der Name ist schwer zu deuten. Das Grundwort bedeutet möglicherweise "Bereich", das Bestimmungswort "Grasland, Weide" oder eher "Windung". Aber auch Deutungen als Rodung des Winde, Win oder Windi" sind im Gespräch.
Das Wappen soll darstellen, wie das urbar gemachte Land (gold) keilförmig in den nicht gerodeten Wald (grün) hineinragt. Die Ursprünge der Ortsgründung werden durch die zwei Fachwerkhäuser symbolisiert. Sinnbildlich stehen das Blau im Schildfuß für die Treene und das schmale blaue Band für den südlichen Grenzgraben im Moor.

Die jährlichen Dorffestspiele halten die zwischen den einstigen Amtssitzen Schwabstedt und Ostenfeld gelegene Gemeinde noch immer kräftig zusammen. Etliche der traditionellen Feste - wie zum Beispiel das Hedeweckendreih`n - nehmen ihren Ursprung zu jener Zeit, als Hans-Heinrich Henningsen 1982 in den Gemeinderat einzog und später von 1987 bis 2003 als Bürgermeister die Gemeindegeschicke lenken sollte.
Die traditionellen Feste von DRK, Ringreitern, Schützen, der Feuerwehr und der Kindergilde finden im kombinierten Gemeinde- und Feuerwehrhaus statt. Großer Beliebtheit erfreut sich auch das Dorffest, das die Feuerwehr jährlich ausrichtet. Waren einst Tauziehen zwischen dem Gemeinderat und Vereinsmitgliedern die Attraktion, so ist es nun das Fußballturnier - bei der gemäß einer Idee des Wehrführer Heiko Mailahn mit einem viereckigen großen Schaumstoffwürfel gekickt wird.
Apropos feiern: Überregional bekannt wurde Winnert bei jungen Leuten ab 1968, als in der Dorfschänke damit begonnen wurde, Disco- und Livemusikabende zu veranstalten. In der ersten Band wirkte der 2002 verstorbene Sänger Hans Hartz mit. Viele bekannte Musikgruppen von Rang spielten dorf auf; sogar ein Auftritt der Beatles soll dereinst geplant gewesen sein.
Sechs Windkraftanlagen produzieren auf Gemeindegebiet Strom - die siebte ist genehmigt. 2007 entstand eine erste Biogasanlage.1995 wurde ein Baugebiet mit 19 Grundstücken ausgewiesen, 1999 folgte dessen Erweiterung und die Erschließung einer zweiten Erweiterung ist für Sommer 2009 geplant.
Im Laufe der Zeit verschwanden etliche Betriebe im Ort.
Knapp ein Viertel der Gemeindefläche ist vermoort: Winnert liegt im südöstlichen Teil des Kreises Nordfriesland und zugleich im östlichen Teil des Amtes Nordsee-Treene. Eingebettet zwischen den größeren Kirchspielsgemeinden Schwabstedt und Ostenfeld befindet sich das Flächendorf mit den 15 landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieben in reizvoller Lage - begrenzt im Osten durch die Treene und im Süden durch den Grenzgraben zum Kirchspiel Schwabstedt. Winnert mit seinen Ortsteilen Osterwinnert, Winnertfeld, Brehmhöft und Autrum ist ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf. In den 1950er Jahren stachen die Einwohner im "Wilden Moor" noch ihren Torf zum Heizen. Durch den Flüchtlingszuzug nach dem Zweiten Weltkrieg zählte der Ort nach dem Krieg 1250 Einwohner. Inzwischen ist das 400 Hektar große Naturschutzgebiet "Wilde Moor" ein überregional bekanntes Naturschutzgebiet geworden.

Historisches: Das heutige Winnert entstand - vielleicht schon in der Wikingerzeit (ca. 9.-11. Jh. n Chr.) - als Rodungssiedlung. Im 18. und 19. Jahrhundert gehörte das Dorf zum Amt Husum. In preußischer Zeit nach 1867 wurde Winnert Teil des Landkreises Husum, der 1970 mit den Kreisen Eiderstedt und Südtondern zum Landkreis Nordfriesland fusionierte. Gleichzeitig schlossen sich damals die Ämter Schwabstedt und Mildstedt sowie Ostenfeld (mit Winnert) zum Amt Treene zusammen. Am 1.1. 2008 ging das Amt im neuen Amt Nordsee-Treene auf, zu dem Winnert seitdem gehört.
Ortsteile: Winnertfeld, Osterwinnert, Autrum, Brehmhöft
Einwohner: 713 (Stand 30.09.2015) 
Gemeindevertretung: Sitze insgesamt 9 (alle Wählergemeinschaft Winnert)
Fläche: 1888 ha
genutzte Landwirtschaftliche Fläche: 1453 ha
Landwirtschaftliche Betriebe: 15
Öffentliche Einrichtungen: Freiwillige Feuerwehr
Kirchen: in Ostenfeld
Kulturelles: Förderverein Dorfchronik, plattdeutsche Theatergruppe
Soziale Einrichtungen: DRK-Ortsverein, Sitz der Diakonie-Station Ostenfeld-Schwabstedt
Sportstätten: Sportplatz
Ausflugsziele: Naturschutzgebiet " Wildes Moor "

Quelle: SHZ - Schleswig-Holstein Topographie, Band 10, S. 311 - 313


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