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Aktuelles/Veranstaltungen

PRESSEMITTEILUNG

 „Wehr‘ Dich!“: Selbstverteidigung für Frauen

Neuer Kursus in Hattstedt läuft vom Mai bis Juli 2017

Erfahren Sie hier mehr über den Selbstverteidigungskursus! [PDF: 234 KB]

 

 

AK „Arbeitsmarkt und Frauen in Nordfriesland“ lädt ein

Spannender Dialog mit Betrieben

„Wat geiht mi dat an …“ ist bereits zum zweiten Mal eine Veranstaltung überschrieben, zu der der Arbeitskreis „Arbeitsmarkt und Frauen in Nordfriesland“ (AuF) am Donnerstag, 16. Februar 2017, von 18 bis 20 Uhr in das HandwerkerHaus in Husum, Süderstraße 97, einlädt. Die Themen familienorientierte Personalpolitik und Mitarbeiterbindung stehen im Mittelpunkt des Dialoges mit fünf Betrieben aus der Region.

Zugesagt haben die Steuerberatungsbüros Grunow aus Husum und Huebscher aus Flensburg, die Firma WTC Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik aus Mildstedt und die Firma Topf Baubeschläge aus Husum. Auch die Unternehmensberatung „Herzensstürmer“ aus Flensburg wird wieder, wie schon im Juli 2015, mit einem kreativen Input mit von der Partie sein.

Nach Impulsreferaten ist Raum für den Gedanken- und Erfahrungsaustausch der Gäste untereinander über innovative Strategien zu einer familienorientierten Personalpolitik. Die besondere Motivation von Wiedereinsteigerinnen in den Beruf zum Beispiel, Ausbildung in Teilzeit oder die zunehmende Anzahl von Frauen auch in handwerklichen Berufen sind interessante Themen für diesen Dialog.

Die Moderation des Abends übernehmen Birte Lehmpfuhl, Beauftragte für Chancengleichheit der Agentur für Arbeit Flensburg, und Lutz Martensen, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Süd, Husum. Im Arbeitskreis AuF arbeiten neben den beiden Kreishandwerkerschaften in Nordfriesland und der IHK Flensburg, die Beratungsstelle Frau und Beruf, die Gleichstellungsbeauftragten der Region, die Beauftragten für Chancen-gleichheit und das Forum für Alleinerziehende mit.

Anmeldungen für die Veranstaltung sollten bis zum 13. Februar 2017 an die Kreishandwerkerschaft gerichtet werden, per Mail unter bengsen@khhusum.de oder per Telefon unter 04841/ 8938-0.



Ausstellung im Amt Nordsee-Treene: 

"Wir mischen mit!"

Die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Nordsee-Treene, Kirsten Schöttler-Martin, zeigt im Januar und Februar 2017 eine interessante Fotoausstellung mit dem Titel „Wir mischen mit! – Mehr Frauen in die Kommunalpoitik" im Erdgeschoss des Amtsgebäudes am Schulweg 19 in Mildstedt.

Zu sehen ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten: montags und dienstags von 8 bis 15 Uhr, donnerstags 8 bis 16 Uhr (am ersten Donnerstag im Monat 8 bis 18 Uhr) und freitags 8 bis 12 Uhr (mittwochs ist die Amtsverwaltung geschlossen).

Hier werden auf großen Foto-/Texttafeln die Porträts von 13 spannenden Politikerinnen - von der Gemeindevertreterin bis zur Justizministerin - gezeigt. Frauen im Spagat zwischen Beruf, Familie und politischem Engagement ist auch das Thema einer landesweiten Kampagne der Gleichstellungsbeauftragten, in der es darum geht, mehr Frauen für die Mitarbeit in den Parlamenten zu gewinnen.

Immerhin stellen Frauen in unserem Land rund 52 Prozent der Bevölkerung dar, belegen aber z.B. in den 28 Kommunen des Amtsgebietes nur rund 25 Prozent der Sitze in den Kommunalparlamenten.

 

Kirsten Schöttler-Martin und Gabriele Petersen-Schmidt mit dem Roll-up zur Ausstellung
Foto: Nißen-Petersen 

Das Rol-up zur aktuellen Ausstellung im Amt Nordsee-Treene präsentieren Gleichstellungsbeauftragte Krsten Schöttler-Martin (li.) und ihre Kollegin Gabriele Petersen-Schmidt aus Heide hier.



Veranstaltung der Gleichstellungsbeauftragten mit Ministerin Spoorendonk

Auftakt: „Mehr Frauen in die (Kommunal-)Politik!“

Die Regionalgruppe Nord-West der Gleichstellungsbeauftragten im Lande, zu der auch Kirsten Schöttler-Martin vom Amt Nordsee-Treene gehört, gestaltete den Auftakt zu ihrer Kampagne „Mehr Frauen in die (Kommunal-)Politik!“ mit einer interessanten Veranstaltung im Borgerforeningen in Flensburg inklusive des Besuches von zwei in der Landespolitik sehr erfahrenen und erfolgreichen Frauen, nämlich Justizministerin Anke Spoorendonk und Landtagsabgeordnete Simone Lange, die übrigens auch die designierte Oberbürgermeisterin Flensburgs ist.

Rund 40 Frauen und Männer waren der Einladung gefolgt, die Verena Balve, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Flensburg, herzlich willkommen hieß. Sie wies auf die nächsten zwei sehr wahlaktiven Jahre hin, nämlich auf die Landtags- und Bundestagswahlen in 2017 und die Kommunalwahl in 2018. Da wäre es jetzt umso wichtiger, mehr Frauen fürs Mitmachen in den Parlamenten zu motivieren und zu gewinnen, immerhin stellen Frauen rund 52 Prozent der Bevölkerung dar, sind in den Parlamenten aber höchstens zwischen 25 und 35 Prozent vertreten.

„Frauen setzen bei Themen andere Prioritäten“

„Frauen gehen mit einem anderen Blick an die Themen heran, setzen andere Prioritäten, diskutieren auch anders“, war sich Verena Balve sicher. Ebenso wie die beiden Politikerinnen aus Kiel, die von ihren langjährigen Erfahrungen in der immer noch deutlich männer-dominierten Politik berichteten.

Zu sehen war bei dieser Auftaktveranstaltung auch die Fotoausstellung „Wir mischen mit!“, in der auf 13 großen Foto-/Texttafeln das Spannungsfeld aufgezeigt wird, das es für Frauen zwischen Beruf, Familie und politischem Engagement auch heute immer noch gibt. Sie wird als Wanderausstellung durch Schleswig-Hoistein ziehen und ist im Januar und Februar 2017 auch im Erdgeschoss des Amtes Nordsee-Treene zu sehen.

Simone Lange und Anke Spoorendonk
Foto: Nißen-Petersen 

Justizministerin Anke Spoorendonk (re.) und Landtagsabgeordnete Simone Lange waren Rednerinnen bei der Auftaktveranstaltung in Flensburg.


Ein Grund zum Feiern für die Gleichstellungsbeauftragten

25 Jahre Kreisarbeitsgemeinschaft

Einen Grund zum fröhlichen Feiern hatten die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in Nordfriesland, denn sie begingen ihr 25-jähriges Jubiläum. Dazu hatten sich die sechs haupt- und zwei ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten (GB) der Kreisarbeitsgemeinschaft viele ihrer Netzwerkpartnerinnen aus dem Kreis, Amtsvorgängerinnen aus dem Vierteljahrhundert und Vertreter/-innen ihrer Verwaltungen ins Schloss vor Husum eingeladen.

Nach der Begrüßung durch Simone Ehler, die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, betonte Landrat Dieter Harrsen in seinem Grußwort die wichtige Bedeutung der Gleichstellungsbeauftragten, deren Amt immer ein politisches mit hoher Verantwortung sei.

Doch auch ein Kulturprogramm wurde zum Jubiläum geboten. Neben einer gelungenen musikalischen Umrahmung mit Sandra Willersen (Gesang) und Rolf Thomsen (Klavier) trat die Bremer Schauspielerin Susan Keiper als „Weltensammlerin“ auf den Plan, die die Mühen der Gleichstellungsarbeit geistreich beleuchtete – auch das Publikum war zum Mitmachen aufgefordert. Mit einer Lesung von Stücken aus dem Buch „Die Nacht der schönen Frauen“ trug Roswitha Iasevoli zum Programm der Veranstaltung bei, die mit Köstlichkeiten aus „Marias Küche“ und vielen angeregten Gesprächen ausklang.

Sechs haupt- und zwei ehrenamtliche GB

Die Kreisarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten in Nordfriesland bilden die sechs hauptamtlichen Amtsinhaberinnen Simone Ehler, Kreis Nordfriesland, Britta Rudolph, Stadt Husum und zur Zeit auch Insel Pellworm, Andrea Dunker, Gemeinde Sylt, Sylke von Kamlah-Emmermann, Amt Südtondern, Christine Friedrichsen, Amt Mittleres Nordfriesland, und Kirsten Schöttler-Martin, Amt Nordsee-Treene, und die beiden ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten Maike Kleinert, Stadt Tönning, und Dörte Rickerts, Amt Eiderstedt.

Für das Amt Viöl und die Insel Pellworm sind zur Zeit keine ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten bestellt; hier waren Marion Sellier und Gabriele Edlefsen jeweils die langjährig tätigen Vorgängerinnen. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass alle kommunalen Körperschaften mit über 15 000 Einwohner/-innen eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte haben müssen; landesweit gibt es zur Zeit 66 hauptamtliche GB.

25 Jahre Kreisarbeitsgemeinschaft
© Middendorf 

Sie freuten sich über die Feier zum 25-jährigen Jubiläum (von links:)
Andrea Dunker (Gemeinde Sylt), Britta Rudoph (Stadt Husum), Sylke von Kamlah-Emmermann (Amt Südtondern),Simone Ehler (Kreis Nordfriesland), Christine Friedrichsen (Amt Mittlers Nordfriesland), Dörte Rickerts (Amt Eiderstedt) und Kirsten Schöttler-Martin (Amt Nordsee-Treene);
Maike Kleinert (Stadt Tönning) fehlt auf dem Foto.


 

Kein Mann hat das Recht, eine Frau zu schlagen

Auch vor dem Amt Nordsee-Treene in Mildstedt weht in dieser Woche die Fahne von Terre des Femmes, um auf die Deutschland weite Aktionswoche gegen Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen. Dabei ist die Gewalt an Frauen nach wie vor ein gesellschaftliches Tabuthema: Es fällt schwer, anzuerkennen, dass es sie gibt, und noch schwerer, offen darüber zu sprechen.

Dabei sprechen die Zahlen eine deutlich andere Sprache, denn 40 Prozent aller Frauen haben nach einer Studie des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend seit ihrem 16. Lebensjahr selbst körperliche und/oder sexualisierte Gewalt erlebt. 25 Prozent aller bei uns lebenden Frauen haben sie sogar durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt, die sog. „häusliche Gewalt“.

Im eigenen Heim leben Frauen also am gefährlichsten, weltweit und auch in Deutschland. Häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen, erschreckenderweise häufiger als Verkehrsunfalle und Krebs zusammengenommen. Und auch für sexualisierte Gewalt ist die Wohnung der häufigste Tatort. Diese Form der Menschenrechtsverletzung passiert in Deutschland täglich: Jede siebte Frau musste in ihrem Leben schon einmal eine Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung oder sexuelle Nötigung erleben.

Bildung, Alter und Einkommen völlig bedeutungslos

Bildung, Einkommen, Alter und Religionszugehörigkeit sind dabei völlig bedeu-tungslos. So stammt die Mehrheit der Täter und Opfer von schweren Misshandlungen aus der mittleren oder sogar einer gehobenen Bildungsschicht. Auch psychische Formen der Gewalt wie Eifersucht, verbale Attacken, Drohungen und Demütigungen stehen in dieser Gruppe im Vordergrund.

Um am „Tag gegen Gewalt an Frauen“ (25.11.) ein deutliches Zeichen gegen häusliche und sexualisierte Gewalt zu setzen, wurden heute Vormittag in Nordfriesland in Husum, Tönning, Bredstedt, Leck, Niebüll, Wyk und Westerland an Infoständen Brötchentüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ und Infomaterialien verteilt, wurde mit Passanten das Gespräch gesucht. Zehn Bäckereien unterstützten diese Aktion, die auch die bundesweite und kostenfreie Nummer des Hilfetelefons 08000 116 016 bekannt machen soll.


 

Shazia Chaudhry zur Stellung der Frau im Islam

Die Debatte über die Stellung der Frau im Islam ist seit dem Flüchtlingszustrom nach Deutschland im vergangenen Jahr allgegenwärtig. Über Ehrenmorde, unterdrückte Frauen, ein Burka-Verbot und Zwangsverheiratungen von minderjährigen Bräuten wird vieler Orten in unserer Gesellschaft heftig diskutiert. 

Ist der Islam angesichts dieser Tatsachen eine patriarchalische Religion mit völlig veralteten Rollenvorstellungen für die Frau? Wie denken Musliminnen in Deutschland über Frauenrechte und Emanzipation? Und was können Frauen ganz verschiedener Herkunft und Religion gemeinsam tun? Lauter aktuelle und spannende Fragestellungen.

Darüber soll in einem Vortrag mit Shazia Chaudhry, praktizierende Muslima mit indischen Wurzeln und Master-Studentin an der Kieler Universität, informiert werden, zu dem die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Nordsee-Treene, Kirsten Schöttler-Martin, im Rahmen ihrer Reihe „Gespräche für Frauen“ am Dienstag, 22. November 2016, 19 Uhr, in den Kirchspielskrug in Mildstedt einlädt. Hier sollen in einer sich anschließenden Diskussion zusammen mit den Besucherinnen vorherrschende (Vor-)Urteile hinterfragt, Berührungsängste genommen werden.

Shazia Chaudhry
© Ulf Dahl 

Referentin Shazia Chaudhry 


„Gespräche für Frauen“ in Mildstedt: Die Lust auf Rede(n)

Mit Mut und Wut auf die Bühne!

„Ich möchte in Männerrunden mehr zu Wort kommen, schlagfertiger sein“, „ich möchte überzeugender sein, keine "Mauer im Kopf‘ haben“ oder auch: „auf der Chefetage habe ich immer eine Blockade, will nur die Liebe, Nette sein“ – das waren lauter Gründe für die rund 25 Frauen, die zum Workshop „Lust auf Rede(n)“ mit Schauspielerin und Personalcoach Katja Geist aus Hamburg nach Mildstedt kamen. Eingeladen hatte zu dieser Veranstaltung im Rahmen ihrer Reihe „Gespräch für Frauen“ Kirsten Schöttler-Martin, Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Nordsee-Treene.

Sie nannte in ihrer Begrüßung Top-Rhetorikerinnen wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, bekannte TV-Moderatorinnen wie Anne Will oder Babara Schöneberger als glänzende Beispiele dafür, mit Lust und Können am Rednerpult zu stehen. „Aber auch die unzähligen weiblichen Vereinsvorsitzenden, Elternbeiräte, Gemeinde- oder Kreistagsabgeordneten im Lande machen ihre Sache gut, kommen an! Und das Handwerkszeug für eine gelungene Rhetorik nebst Gestik und Mimik kann frau lernen“, war sich die Gleichstellungsbeauftragte sicher. Nach Jahrzehnte langer eigener Beobachtung ist klar: die Männer trauen sich oft mehr zu am Mikrophon, bluffen auch schon mal, wo Frauen schnell denken, nur bei Hundertzehnprozentigem Wissen und Harmonie läuft’s auch gut in der Außendarstellung.

Aufmerksamkeit auf Körper und Atem lenken

Und hier setzte die Hilfestellung der Schauspielerin Katja Geist auch schon an, denn Fehler machen ist erlaubt, nimmt die Angst. Sie lenkte die Aufmerksamkeit der Teilnehmerinnen zunächst auf Körper und Atem. „Mein Körper ist mein Freund, den ich nutzen, vitaler einsetzen sollte. Es tut mir gut, den Atem fließen zu lassen und so mehr Präsenz zu zeigen“, machte Katja Geist deutlich, die viele spannende Übungen im Gepäck hatte. Aus dem Schauspieler-Repertoire z.B. die Übung, sich in zwei Reihen gegenüber zu stellen und dann bei intensivem Augenkontakt zu begegnen – wer weicht aus? Der Weg des selbst-bewussten Ganges – wohin führt er? Gut auch, spontan zu assoziieren – worauf bin ich stolz?

Lustig, offen und kreativ sei diese Gruppe, ernteten die Frauen in Mildstedt von ihrer Referentin denn auch ein dickes Kompliment. Sicher auch für ihre spontanen und schlagfertigen Antworten, als es an die rhetorischen Fähigkeiten und an die spontane Beantwortung von Fragen ging wie: „Ist Ihr Rock nicht zu kurz?“, „Was sagen Sie dazu, dass Sie Ihren Führerschein abgeben mussten?“ oder „Was ist Ihr Traumberuf?“ Viel Spaß auch bei der sogenannten „Rampensau-Theaterübung“, in der es gilt, seine Überzeugungskraft zu üben, sich durchzusetzen. Zwei stellen sich auf die Bühne, um eineinhalb Minuten wie auf dem Hamburger Fischmarkt laut und gleichzeitig zu reden und ihre Waren in Konkurrenz feil zu bieten. Keine Harmonieübung, machte Katja Geist deutlich: „Euer größter Schatz sind die Fantasie und das Spiel!“

Das wurde auch in der Wut-Übung zum Schluss deutlich, „denn wenn wir sie nicht kennen, fehlt uns ein großer Teil unserer Kraft – Wut tut gut“, machte Katja Geist deutlich. Vier Frauen trafen dann aufeinander, von denen je zwei die reinen Akteurinnen waren, zwei andere diejenigen, die ihnen die Stimme gaben, die es nun galt zu synchronisieren. waren, Das Szenario: eine hat das Auto der anderen angefahren bzw. der Chef hat das Smartphone seiner Mitarbeiterin zerstört. „Hier müssen die Männer immer gedrosselt werden, die Frauen richtig angekurbelt, denn ihnen wird die Wut meist abtrainiert“, weiß Katja Geist aus vielen Workshops. Mut gemacht, sich hervorzutrauen und offensiver beim Reden, auch wütend, zu sein, wurde den Frauen in Mildstedt vermittelt und das „bei wahnsinnig viel Spaß!“, wie eine der Teilnehmerinnen bilanzierte.

Veranstaltung
Ein aufmerksames Publikum war den jeweiligen Akteurinnen auf der Bühne beim Workshop mit Katja Geist sicher. (Foto: ksm)



Selbstverteidigungskursus für Frauen beim Amt Nordsee-Treene beendet

Sicherheitsgefühl deutlich gestärkt

„Ich passe jetzt besser auf und mein Sicherheitsgefühl ist deutlich größer geworden“, bilanzierte eine der Teilnehmerinnen an dem Selbstverteidigungskursus für Frauen mit Trainer Marc Petersen, der an acht Abenden mit je zwei Stunden im Amt Nordsee-Treene in Mildstedt stattfand. Ein deutlich positives Resümee zogen die Frauen, die bei dem Flensburger Polizisten nicht nur effektive Griffe zur körperlichen Verteidigung, sondern auch eingängige Übungen zum besseren Standing in den Situationen vorher gemacht hatten.

„Mit deutlicher Abgrenzung per Körpersprache, Blicken und Gesten kann frau dem potentiellen Angreifer schon deutlich zeigen: ‚Bis hierhin und nicht weiter!‘“, weiß Marc Petersen aus langjähriger Erfahrung als Polizist und Trainer. Viele Übungen aus seinem Programm drehen sich darum auch um die Stärkung dieses frühzeitig selbstbewussten Auftretens.

Einig waren sich die Teilnehmerinnen des Kurses auch darin, dass sie jetzt viel besser wissen, wo ihre Grenzen, aber auch wo ihre Stärken in etwaigen Ernstsituationen liegen, die hier vom Trainer – verpackt im dicken Schutzanzug – schon sehr echt simuliert wurden. Das kann ein Überfall durch einen Einzelnen in der dunklen Ecke sein, aber auch eine Partysituation oder Gefahr durch eine Gruppe. „Im Alltag habe ich jetzt einen Stand, der deutlich sicherer ist“, hat eine der Frauen in den vergangenen Wochen schon an sich bemerkt und eine junge Mutter ergänzte, dass sie sich jetzt, wenn sie mit ihrer kleinen Tochter allein unterwegs ist und ihnen eine ganze Gruppe auf der Straße begegnet, ihrer Selbst sicherer und besser fühlt.

Voll in die Aktion gehen!

Tolles Fazit auch, dass alle 14 Akteurinnen immer gern und mit viel Spaß in die Gruppe gekommen sind und es keine Hemmungen untereinander und gegenüber ihrem Trainer gab, voll in die Aktion zu gehen. Sie machten Übungen, die auch wirklich praktisch und sofort anwendbar sind, wenn der Ernstfall denn leider einmal eintreten sollte und sie von einem Mann angegriffen werden.

Nach diesen sehr positiven Rückmeldungen aus den Kursen für Amtsmitarbeiterinnen und jetzt für Bürgerinnen aus dem Amtsbereich bietet Kirsten Schöttler-Martin, die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Nordsee-Treene, jetzt auch einen Selbstverteidigungskursus in Friedrichstadt in Zusammenarbeit mit dem hiesigen Turnverein an, der am 31. August 2016 startet. Nähere Informationen dazu gibt sie gern unter Telefon 04841 – 992-233 oder unter k.schoettler-martin@amt-nordsee-treene.de.

 



„Mehr Frauen in die Kommunalpolitik“ – Auftakt in Nordfriesland

Nur jeder vierte Sitz mit einer Frau besetzt!

„Finden Sie auch: Mehr Frauen in die Politik! 50/50 für gerechte politische Entscheidungen! Dann winken Sie mal …“ – das war auf den großen Schildern zu lesen, mit denen die sechs hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Nordfriesland Autofahrer/-innen auf sich und ihre Aktion aufmerksam machen wollten. Es ging um den Auftakt im nördlichen Kreis für eine landesweite, groß angelegte Kampagne.

Die Landtags- und Bundestagswahlen stehen im nächsten Jahr an, in 2018 finden die nächsten Wahlen für die Kommunalparlamente statt. Motivation und Mobilisierung muss also jetzt geschehen, sind Simone Ehler (Kreis NF), Britta Rudolph (Stadt Husum), Kirsten Schöttler-Martin (Amt Nordsee-Treene), Christiane Friedrichsen (Amt Mittleres Nordfriesland), Sylke von Kamlah-Emmermann (Amt Südtondern) und Andrea Dunker (Gemeinde Sylt) überzeugt.

Zum Hintergrund: Im Kreis Nordfriesland ist zur Zeit im Schnitt nur jeder vierte Sitz in den Kommunalparlament von einer Frau besetzt; im Deutschen Bundestag liegt der Frauenanteil immerhin bei 36,5 Prozent – aber auch hier ist noch deutlich Luft nach oben. „Provokativ gesehen könnte man sagen, dass Entscheidungen, die nicht paritätisch gefällt werden, auch nicht der gesellschaftlichen Realität der Bundesrepublik mit ihren 51 Prozent Bevölkerungsanteil der Frauen entsprechen. Viele Entscheidungen werden somit ziemlich einseitig aus dem männlichen Blickwinkel gefasst“, ist auch für Kirsten Schöttler-Martin klar, die auch bei einer Erhebung für die 28 Kommunen im Amt Nordsee-Treene festgestellt hat, dass nur rund 25 Prozent der Mandate in den Kommunalparlamenten dort in Frauenhand sind.Folgen für die Demokratie

Hier gilt es nun aktiv zu werden und dem entgegenzuwirken: dazu wollen die Gleichstel-lungsbeauftragten in diesem Jahr mit einer Reihe von originellen Aktionen im Rahmen ihrer Kampagne „Mehr Frauen in Politik – Politik braucht Frauen“ auf das Thema aufmerksam machen. So sprach Prof. Dr. Silke Laskowski von der Universität Kassel in einer gemeinsamen Veranstaltung im Kreishaus über das Thema „Für ein paritätisches Wahlrecht – Politik und Gesellschaft gleichberechtigt mitbestimmen“. Was bedeutet die weibliche Unterreprä-sentanz für eine Demokratie? Wie können wir Frauen für Ämter gewinnen? Welche Rolle kommt den Parteien in dieser Frage zu? – Mit diesen Fragen beschäftigten sich Prof. Laskowski in ihrem spannenden Vortrag und gemeinsam mit den Teilnehmerinnen bei der sich anschließenden ebenso spannenden Diskussion.

Und wie ging nun die Aktion mit den Schildern am Kreishaus aus? Viele, die am Steuerrad saßen und vorbei fuhren, reagierten und winkten, und: es waren deutlich mehr Männer als Frauen darunter …

Frauen in die Politik
Viele Autofahrer reagierten auf die Schilderaktion der Gleichstellungsbeauftragten.

Frauen in die Politik
Hier die sechs Gleichstellungsbeauftragten mit ihren Schildern vorm Kreishaus (von links nach rechts):
Sylke von Kamlah-Emmermann, Kirsten Schöttler-Martin, Christine Friedrichsen, Simone Ehler, Andrea Dunker und Britta Rudolph.


"Westküste denkt Queer" nahm teil an Fachgespräch im Kieler Landtag

"jung.queer. glücklich?!" war das Fachgespräch überschrieben, zu dem die Landtagsfraktion der Grünen in den Kieler Landtag eingeladen hatte. Mit Birgit Coyle (links auf dem Foto) und Frauke Düßmann (zweite von links) nahmen auch zwei Vertreterinnen des Arbeitskreises "Westküste denkt Queer" in Dithmarschen und Nordfriesland an der Podiumsrunde teil, in der sie das Projekt und seine Aktivitäten vorstellten. Eingeladen zu der Veranstaltung hatte der queerpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Rasmus Andresen (dritter von links), der zu Beginn Prof. Dr. Stefan Timmermanns von der Frankfurt University of Applied Sciences - ein ausgewiesener Experte zu diesem Thema - zu einem Vortrag darüber, wie sich die Lebenslagen von queeren Jugendlichen heute in Deutschland gestalten, begrüßen konnte .

“Westküste denkt Queer“ - Fachgespräch im Landtag
(Foto:ksm)


Gespräche für Frauen in Friedrichstadt

"Jede ist Künstlerin im eigen Älter werden"

„Wir sind alle Künstlerinnen auf dem Lebensweg, auf individuelle Art und Weise alt zu wer-den – es gibt keinen Experten, der sagt: so geht das!“, machte Referentin Christiane von Ahlften gleich zu Beginn ihres Vortrages im ev. Gemeindehaus in Friedrichstadt deutlich. Die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Nordsee-Treene, Kirsten Schöttler-Martin, hatte zu diesem Nachmittag mit dem Titel „De Tid de löpt – die Kunst, älter zu werden“ eingeladen.

Den Jungbrunnen habe noch keiner gefunden, so dass der Aufbruch zur eigenen Spurensuche Sinn mache, denn immerhin verbringe man rund ein Drittel seiner Lebenszeit im Alter - mit gravierenden Veränderungen im neunten Lebensjahrzehnt, so erläuterte Christiane von Ahlften. „Manches wird wesentlicher, manches mühsamer, doch es eröffnen sich auch neue Weiten, die es gilt zu füllen“, machte die Diplom-Pädagogin den Frauen Mut, die sich von den „jungen Alten“ Mitte Fünfzig bis zu den „alten Alten“ Mitte Achtzig zu diesem Nachmittag eingefunden hatten. Dabei sei es besonders wichtig, sich immer wieder intellektuell und auch körperlich zu fordern und eine neue Altersidentität zu finden.

Zwischen 58 und 77 am glücklichsten

Doch man müsse sich im Alter auch von einigem verabschieden, so werde die Arbeit been-det, die eigenen Eltern sterben und man rückt in die erste Reihe vor, Krankheit und Tod vom Partner oder von Freunden belasten und die körperliche Fitness und gesellschaftliche Bedeutung lassen nach. „Die Endlichkeit des Lebens wird einem viel deutlicher, wenn man sich nicht mehr im Hamsterrad dreht“, so Christiane von Ahlften, die Altersforscher zitierte, die davon sprechen, dass der Mensch zwischen seinem 58. und 77. Lebensjahr am glücklichsten ist. Und sie war sicher: „Frauen altern anders: Männer werden älter, Frauen werden alt gemacht. Ältere Frauen verschwinden im Erscheinungsbild unserer Gesellschaft.“

Jeden Tag etwas Neues erleben

Auch einige Anregungen, wie man zufrieden älter werden kann, gab es. So ist es wichtig, jeden Tag etwas Neues zu erleben, sich geistig zu fordern und vielfältige soziale Kontakte zu pflegen, sei es im Sportverein, über die VHS, auf Reisen oder im Ehrenamt. „Die Dinge positiv sehen, die eigenen Stärken und Fähigkeiten erkennen und sich in einen Suchprozess und eine Sinnfindung in seiner eigenen Geschichte zu begeben, gibt auch Kraft“, betonte die Diplom-Pädagogin, die auch für den Erwerb von Zufriedenheit und Gelassenheit plädierte. „Entdecken Sie das Kind in sich wieder und seien Sie in Kontakt mit der Natur“, gab sie auch mit auf den Weg.

Von großer Bedeutung für die Zufriedenheit im Alter ist es natürlich auch, achtsam mit seinem eigenen Körper umzugehen, gesunder Ernährung, Bewegung und Berührung den notwendigen Raum zu geben. Und auch die Freiheit und Unabhängigkeit im Alter zu entdecken und genießen ist ein wichtiges Credo und sein Leben aktiv und kreativ zu gestalten, damit es nicht später heißt: „Hätte ich doch …!“

 
“De Tied de löpt“ - Referentim mit den Teilnehmerinnen
Referentin Christiane von Ahlften (vorn links mit der Runde der Teilnehmerinnen (Foto:ksm)

 



Bunte Veranstaltungsreihe der Initiative "Westküste denkt Queer"

Auftakt mit Ministerin Alheit: Mehr Offenheit und Toleranz

Mit einer groß angelegten Veranstaltungsreihe in Nordfriesland und Dithmarschen startet die Initiative "Westküste denkt Queer" jetzt richtig durch. Den Auftakt gab es auf der Heider Museumsinsel mit Schleswig-Holsteins Sozialministerin Kristin Alheit, die deutlich machte, dass Schluss sein müsse mit den Diskriminierungengegenüber Menschen, die nicht heterosexuell empfinden oder die nicht eindeutig geschlechtlich zuzuordnen sind.

Schwuler. Lesbe und Transe - diese Begriffe werden nicht selten in herabwürdigender Form als Schimpfwörter verwendet. Um dies zu ändern, Vorurteile abzubauen und Akzeptanz zu fördern, hat sich die Initiative zum Ziel gesetzt, in der neben vielen anderen Institutionen wie pro familia oder der Brücke auch die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Heide, der Kreise Dithmarschen und Nordfriesland und der Ämter Mittleres Nordfriesland, Südtondern und Nordsee-Treene aktiv mitarbeiten.

Aufklärung und mehr Toleranz

"Viele Menschen trifft diese Abwehr, Aggression und Diskriminierung - das geht so weit, dass diese ihre eigene Persönlichkeit verleugnen müssen. Das darf nicht sein!", so Ministerin Alheit bei der Eröffnung, zu der auch Dithmarschens Kreispräsident Hans Harald Böttger, Heides Bürgermeister Ulf Stecher und die stellvertretende Amtsvorsteherin des Amtes Nordsee-Treene, Eva-Maria Kühl, gekommen waren. Sie finde es fabelhaft, dass mit der neuen Initiative "Westküste denkt Queer" (englsich für Dinge, Handlungen und Personen, die von der Norm abweichen) ein schönes Signal ausginge, denn es ginge um Aufklärung, Information und mehr Toleranz gegenüber vielfältigen Lebens- und Liebesweisen. Doch Akzeptanz lasse sich leider nicht verordnen, so Alheit: "Es bedarf eines engagierten Miteinanders aller gesellschaftlichen Gruppen."

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Initiative finden in Nordfriesland und Dithmarschen Fotoausstellungen, Kinoabende, Theatervorstellungen für Schulklassen, Lesungen, Poetry Slam und Partys statt. In Nordfrieslandwird die Fotoausstellung "Jenseits der Schärfe" von und mit der Berliner Fotografin Justine Wodtke vom 11. Februar bis 31. März 2016 im Amt Südtondern in Niebüll, Marktstraße 12, statt; die Eröffnung ist am 11. Februar 2016 um 18 Uhr im Amt Südtondern.

Am Sonnabend, 30. Januar 2016, findet im Bürgerhaus in Heide von 10 bis 17 Uhr ein bunt bestückter Informationstag mit interessanten Vorträgen, Workshops und Gesprächsrunden zum Thema und Infoständen von Beratungsstellen und Initiativen statt - dazu sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

Hier gibt es das Veranstaltungsprogramm

Nähere Informationen zu dem Programm, das in Nordfriesland mit einer Party im Speicher Husum am 27. Februar 2016 ab 21 Uhr endet, sind im Flyer, der u.a. im Amt Nordsee-Treene in Mildstedt ausliegt, und im Internet unter www.facebook.com/wedequ zu finden. Bei Nachfragen melden Sie sich gern bei der Gleichstellungsbeauftragten des Amtes Nordsee-Treene, Kirsten Schöttler Martin, Tel.: 04841/992-233, E-Mail: k.schoettler-martin@amt-nordsee-treene.de .

Arbeitskreis
Foto: Anreas Witolla 

Der Arbeitskreis "Westküste denkt Queer" mit Sozialministerin Kristin Alheit (6. von rechts) bei der
Auftaktveranstaltung auf der Heider Museumsinsel



Selbstverteigung: Frauenpower im Amt

An acht Abenden traf sich eine Gruppe von Mitarbeiterinnen im Amt Nordsee-Treene zum Selbstverteidigungskurs mit Trainer Marc Petersen aus Flensburg. Hier ging es darum, effektive Techniken zu erlernen, um sich in gefährlichen Situationen wehren zu können, sei es im privaten Bereich oder in beruflichlichen Zusammenhängen, wie z.B. im Außendienst beim Ordnungsamt oder Bürgerbüro. Aber auch die Selbstbehauptung, also z.B. das selbstbewusste Auftreten in Gesprächs- oder Konfliktsituationen, war Thema, zu dem Polizist und Selbstverteidigungstrainer Marc Petersen gute Übungen mitgebracht hatte. Am Ende waren alle zufrieden: der Trainer, weil alle Frauen so engagiert und mutig mitgemacht hatten und die Kolleginnen, weil sie sich nun in prekären Situationen sicherer fühlen können.



Vortrag in Friedrichstadt: "De Tid de löpt - die Kunst, älter zu werden"

"De Tid de löpt - die Kunst älter zu werden" ist der Titel einer spannenden Veranstaltung, zu der die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Nordsee-Treene, Kirsten Schöttler Martin, alle interessierten Frauen aus Friedrichstadt und den umliegenden Gemeinden am Donnerstag, 4. Februar 2016, in die Holländerstadt einlädt. Der Vortrag mit Diplom-Pädagogin Christiane von Ahlften aus Husum beginnt am 14.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus (JOV) am Mittelburgwall.

An diesem Nachmittag wird es darum gehen, sich gemeinsam mit Anregungen, kleinen Übungen und im Gespräch auf eine kreative Spurensuche zum Älter werden zu begeben. Bei Interesse wird es im Anschluss an den Vortrag auch eine Gesprächsgruppe geben, die sich mehrmals nachmittags im Gemeindehaus treffen wird. Hier wird es u.a. um Gesundheit und Zufriedenheit im Alter, Krfatquellen, Biograhiearbeit und Wendepunkte im Leben gehen.

Eine Anmeldung zu der Veranstaltung am 4. Februar 2016 im Gemeindehaus ist nicht erforderlich.

Christiane von Ahlften
© Privat 

Refrentin Christiane von Ahlften



Tätigkeitsbericht 2015 der Gleichstellungsbeauftragten liegt vor

Die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Nordsee-Treene, Kirsten Schöttler-Martin, legte jetzt ihren Jahresbericht 2015 vor, den Sie auf der ersten Seite unter Gleichstellung in diesem Internetauftritt finden. Hierin zeigt sie die Schwerpunkte ihrer Arbeit für dieses Jahr auf, gibt aber auch einen umfangreichen Blick auf die Pläne und Projekte 2016.




"Eine Verlorene": Bewegendes Theaterstück

Eine bewegende Zeitreise zurück in die wilhelminische Kaiserzeit machten die über 30 Zuschauerinnen, die zum Theaterabend der Gruppe 5plus1 mit ihrem Stück "Eine Verlorene" nach Margarete Böhme in den Kirchspielskrug in Mildstedt gekommen waren, zu dem die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Nordsee-Treene, Kirsten Schöttler-Martin, im Rahmen ihrer Reihe "Gespräche für Frauen" eingeladen hatte.

Sie erinnerte in ihrer Begrüßung auch daran, dass Missbrauch und Gewalt an Frauen und Doppelmoral in der Gesellschaft, die Themen des Stückes, leider auch heute immer noch allgegenwärtig sind. Am 25. November wird alljährlich und weltweit zu Aktionen und zur Gegenwehr gegen Gewalt an Frauen aufgerufen, von der laut einer aktuellen EU-Studie rund 35 Prozent aller Frauen in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben in physischer oder sexueller Form betroffen sind. "Erschreckend, dass die meisten dieser Gewalttaten Beziehungstaten sind, also im familiären Umfeld, im Freundes- oder Bekanntenkreis stattfinden", so Kirsten Schöttler-Martin.

Mit nur wenigen Requisiten und effektvollen dramaturgischen Ideen zeigten die fünf Spielerinnen der Husumer Theatergruppe in ergreifender Art und Weise das Schicksal der jungen und älteren Thymian, die mit 15 Jahren vom Apothekergehilfen ihres Vaters vergewaltigt und schwanger wird. Sie muss ihr Elternhaus verlassen und das Kind wird ohne ihre Einwilligung zur Adoption freigegeben.

Die junge Frau sucht Auswege, zieht nach Hamburg und dann nach Berlin und landet schließlich in der Prostituion, erfährt auch dort Gewalt. "Ich habe viele Männer gehabt", heißt es in einem ihrer Tagebucheinträge, die zusammen mit atmosphärisch dichten szenischen Dialogen ihr Leben authentisch nachzeichnen - aber wirklich glücklich wurde sie nie. Thymian Gottewall stirbt "sanft und kampflos" am 7. April 1903.


Szenenbild aus dem Theaterstück
© ksm 

Bewegende Szenen aus dem Leben "Einer Verlorenen" zeigten die
Frauen der Theatergruppe 5plus1 in Mildstedt.


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Girls' Day im Amt Nordsee-Treene: spannender Tag in der IT-Abteilung

"Wie funktioniert überhaupt ein Netzwerk?"

Viel Spaß gehabt und viel spannendes Neues gelernt – das war das Fazit für Shannon Wolf aus Schwabstedt, die für den Girls‘ Day 2015 in das Amt Nordsee-Treene in Mildstedt gekommen war. Die 14jährige Schülerin hatte sich gezielt die IT-Abteilung des Amtes für den Mädchen-Aktionstag ausgesucht, denn Technik und die Arbeit am PC sind genau ihr Ding.

André Mchantaf von der IT-Abteilung des Amtes hatte sich für diesen Tag eine gute Mischung aus Theorie und Praxis ausgedacht. „Wie funktioniert überhaupt ein Netzwerk?“ stand zunächst auf dem Plan, bevor es für die Achtklässlerin daran ging, einen verschmutzten Computer von innen komplett zu reinigen, mit Ministaubsauger und Wärmeleitpaste zu hantieren, bevor ihr alle PC-Komponenten genau erklärt wurden. „Ich habe mir meinen eigenen Arbeitsplatz mit dem Bildschirm, der Maus, Tastatur und dem PC-Rechner zusammengebaut und ihn zum Laufen gebracht“, freute sich Shannon Wolf, die die Gemeinschaftsschule in Mildstedt besucht.

E-Mail-Problem per Fernwartung gelöst

Dann ging es darum, eine Warenanlieferung genau zu inspizieren: ist hier auch wirklich alles drin, was zu den Geräten gehört, sind die vier großen neuen Monitore evtl. beschädigt? Im Team Ordnung, Bau, Liegenschaften mussten zwei Bildschirme in Betrieb genommen, sprich alles neu verkabelt werden, genauso wie per Fernwartung ein E-Mail-Problem des Mildstedter Bürgermeisters gefunden, analysiert und gelöst wurde.

Im Keller des Amtsgebäudes staunte Shannon dann nicht schlecht, als sie die über tausend Einzelkabelverbindungen sah, die zu den gesamten Telefon- und Netzwerkschaltschränken gehören. „Es ist spannend, wie viele Kabel man braucht, um kommunizieren zu können – im Büro sieht man davon nichts“, so die Schülerin, die im Juni ein zweiwöchiges Praktikum beim Amt, dann im Bereich Verwaltung, machen will.

„Eigentlich sind die IT-Berufe keine männlichen Berufe, nur gibt es immer noch bestimmte Rollenbilder in unserer Gesellschaft, dabei gibt es so viele toughe Fachfrauen in der Branche“, so Fachinformatiker André Mchantaf, der Shannon für ihre aktive Mitarbeit lobte: „Da war wirkliches Interesse zu spüren.“

GirlsDay 2015
Auch das Innenleben eines Computers wurde von Shannon Wolf
und André Mchantaf beim Girls' Day im Amt genau unter die Lupe genommen.
(Foto: ksm)

 



Gesprächskreis für Frauen in Mildstedt:

"De tid de löpt - die Kunst, älter zu werden"

Zu einem Gesprächskreis für Frauen lädt die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Nordsee-Treene, Kirsten Schöttler-Martin, unter dem Titel "De tid de löpt - die Kunst, älter zu werden" ein. Die Treffen finden an jedem dritten Dienstag im Monat, immer jeweils von 19 bis 20.30 Uhr im Gebäude der Amtsverwaltung Nordsee-Treene in Mildstedt, Schulweg 19 (Sitzungsraum im ersten Stock), statt. Die fünf Termine sind am 21. April, 19. Mai, 16. Juni, 14. Juli und 15. September 2015; eine Kursusgebühr wird nicht erhoben.

Die Leitung hat Diplom-Pädagogin Christiane von Ahlften aus Husum, die die Frauen in der Begegnung und im Gespräch mit anderen zu einem gemeinsamen Suchprozess zum Älter werden einlädt, wobei die Interessen der Teilnehmerinnen im Mittelpunkt stehen. Interessante Inhalte und lebendige Methoden machen die Veranstaltungen zu interaktiven und kreativen Spurensuche.

Einige Stichworte zu den einzelnen Themen sind: Biographie-Arbeit und Lebenserinnerungen, Wendepunkte in meinem Leben oder Gesundheit und Zufriedenheitim Alter. Wie denke ich über mein Alter oder welche Kraftquellen habe ich? Auch diese Fragestellungen werden gemeinsam erörtert.

Anmeldungen für diese Gesprächsgruppen bitte an die Geleichstellungsbeauftrage KirstenSchöttler-Martin, Tel. 04841 - 992 233, E-Mail: k.schoettler-martin@amt-nordsee-treene.de .

 


Gespräche für Frauen in Mildstedt:
"
Jede ist Künstlerin im eigenen Älter werden"

"Wir sind alle Künstlerinnen auf dem Lebensweg, auf individuelle Art und Weise alt zu werden - es gibt keinen Experten, der sagt: so geht das!", machte Christiane von Ahlften denjenigen deutlich, die im Rahmen der Reihe "Gespräche für Frauen" in den Kirchspielskrug in Mildstedt gekommen waren. Die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Nordsee-Treene, Kirsten Schöttler-Martin, hatte zu diesem Abend mit dem Titel "De Tid de löpt - die Kunst älter zu werden" eingeladen, die in ihrer Begrüßung darauf einging, welche wichtige Rolle die Jugendlichkeit heutzutage in unserer Gesellschaft und in unserem alltäglichen Leben spielt. Keine und keiner will alt werden, alt sind immer nur die anderen ...

Doch den Jungbrunnen hat noch keiner gefunden, so dass der Aufbruch zur eigenen Spurensuche Sinn macht, denn immerhin verbringt man rund ein Drittel seiner Lebenszeit im Alter -  mit gravierenden Veränderungen im neunten Lebensjahrzehnt. "Manches wird wesentlicher, manches mühsamer, doch es eröffnen sich auch neue Weiten, die es gilt zu füllen", machte Diplom-Pädagogin von Ahlften den Frauen Mut, die sich von den "jungen Alten" Mitte Fünfzig bis zu den "alten Alten" Mitte Achtzig zu diesem Abend eingefunden hatten. Besonders wichtig sei es, sich immer wieder intellektuell und auch körperlich zu fordern und eine neue Altersidentität zu finden, so die Referentin.

Zwischen 58 und 77 Jahren am glücklichsten

Doch man müsse sich im Alter auch von einigem verabschieden, so werde die Arbeit beendet, die eigenen Eltern sterben und man rückt in die erste Reihe vor, Krankheit und Tod vom Partner oder von Freunden belasten und die körperliche Fitness und gesellschaftliche Bedeutung lassen nach. "Die Endlichkeit des Lebens wird einem viel deutlicher, wenn man sich nicht mehr im Hamsterrad dreht", so Christiane von Ahlften, die Altersforscher zitierte, die davon sprachen, dass der Mensch zwischen seinem 58. und 77. Lebensjahr am glücklichsten sei.

Gefragt nach Bildern vom Alter nannten die Frauen Begriffe wie Stolz, Stärke, Weisheit, Demut, Bescheidenheit, Respekt, Güte, Altersstarsinn, Schrullen, Nörgeleien. Einig waren sich die Teilnehmerinnen darüber, das Frauen anders altern: Männer werden älter, Frauen werden alt gemacht, war die These. "Ältere Frauen verschwinden im Erscheinungsbild unserer Gesellschaft", so war Christiane von Ahlften sicher.

Jeden Tag etwas Neues erleben

Auch einige Anregungen, wie man zufrieden älter werden kann, gab es. So ist es wichtig, jeden Tag etwas Neues zu erleben, sich geistig zu fordern und vielfältige, soziale Kontakte zu pflegen, sei es im Sportverein, über die VHS, auf Reisen oder im Ehrenamt. "Die Dinge positiv sehen, die eigenen Stärken und Fähigkeiten erkennen und sich in einen Suchprozess und eine Sinnfindung in seiner eigenen Geschichte zu begeben, gibt auch Kraft", betonte die Diplom-Pädagogin, die auch für den Erwerb von Zufriedenheit und Gelassenheit plädierte. "Entdecken Sie das Kind in sich wieder und seien Sie in Kontakt mit der Natur", gab sie auch mit auf den Weg.

Von großer Bedeutung für die Zufriedenheit im Alter ist es natürlich auch, achtsam mit seinem eigenen Körper umzugehen, gesunder Ernährung, Bewegung und Berührung den notwendigen Raum zu geben. Und auch die Freiheit und Unabhängigkeit im Alter zu entdecken und genießen ist ein wichtiges Crdeo und sein Leben aktiv und kreativ zu gestalten, damit es nicht später heißt: "Hätte ich doch ... !" Ganz eng damit verbunden sei auch die Fähigkeit, das Loslassen zu lernen, so Christiane von Ahlften, die mit einem Zitat der Schriftstellerin und Philosophin Hannah Arendt schloss" "Das Ich altert nicht."


Christiane von Ahlften
© Privat 

Referentin Christiane von Ahlften

 



Aktionen zum "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen"

Auch in diesem Jahr nahm das Amt Nordsee-Treene wieder mit verschiedenen Aktivitäten am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen teil, der jährlich am 25. November stattfindet. Mit diesem Gedenk- und Aktionstag wird weltweit dazu aufgerufen, jede Form der Diskriminierung und Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen zu bekämpfen. Laut einer aktuellen EU-Studie sind 35 Prozent aller Frauen in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/ oder sexueller Gewalt betroffen.

Als äußeres Zeichen dieser Aktion wurde in der Woche vom 24. bis zum 28. November 2014 die Fahne von Terre des Femmes zu dieser Kampagne vor dem Amtsgebäude in Mildstedt gehisst. Außerdem war Gleichstellungsbeauftragte Kirsten Schöttler-Martin gemeinsam mit ihrer Husumer Kollegin, dem KIK-Arbeitskreis gegen häusliche Gewalt, dem Weißen Ring und der Polizei bei einem Informationsstand dabei, der unter dem Motto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ (mit der Bäckerinnung) in Husum stattfand.
Hier wurde unter anderem auch der Flyer zum neuen Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000116016 „Wo finde ich Hilfe?“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verteilt, das bundesweit, kostenfrei und rund um die Uhr für Hilfe suchende Frauen zu erreichen ist. Diese aktuelle Broschüre erhalten Sie zu den Sprechstunden im Gleichstellungsbüro des Amtes Nordsee-Treene oder rufen Sie an, Tel.: 04841/ 992-233.




Gleichstellungsbeauftragte klären auf: Denk' nach, bevor Du postest!

Große Gefahren gibt es in den sozialen Netzwerken im Internet und bei Nutzung der Handys für junge Leute, die hier viele auch sehr persönliche Fotos und Nachrichten von sich veröffentlichen, ohne über die fatalen Folgen nachzudenken. Sehr viele Betroffene gibt es leider schon, die sich später mit diesen Fotos z.B. in Bewerbungs-verfahren konfrontiert sehen..

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der Gleichstellungsbeauftragten möchte nun mit einer Kampagne mit dem Titel „Think before you post“ auf diese Problematik des Versendens von intimen Fotos über SMS, WhatsApp, Chatrooms und soziale Netzwerke wie Facebook hinweisen.

Besonders beliebt ist dieses Posten bei Mädchen und Jungen zwischen 13 und 15 Jahren, die dies als Mutprobe oder als Liebesbeweis für ihren Freund/ihre Freundin sehen oder sich durch sozialen Gruppendruck dazu drängen lassen – und zwar in dem Irrglauben, dass diese Bilder privat bleiben. Der Schaden ist für die Opfer immens, denn wenn die Fotos erst einmal im Internet im Umlauf sind, sind sie nicht mehr zu löschen.
Durch nur wenige Klicks werden ganze soziale Gruppen wie Schulen, Sportvereine etc. erreicht. Und durch die Veröffentlichung der Bilder sind diese auch für kinderporno-graphische Zwecke nutzbar.

Wettbewerb zu wichtigem Thema ausgerufen

Die LAG möchte nun einen Video-/Handyclipwettbewerb für Jugendliche ausrufen, damit sie sich kritisch mit diesem wichtigen Thema auseinandersetzen; Die ersten drei Videos erhalten Preisgelder im Wert von 500 bis 200 Euro. Einsendungen mit den Beiträgen (maximal drei Minuten Länge) bitte auf DVD oder USB-Stick per Post an Wiebke Tischler, Gleichstellungsbeauftragte, Amt Kellinghusen, Am Markt 7, 25548 Kellinghusen; Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2014. Der Film sollte sich mit dem Thema an sich und mit den daraus entstehenden Gefahren auseinandersetzen; alle Darbietungsformen
(z.B. Animationsfilm, Spielszene, Dokumentarfilm) sind erlaubt.

Wer nähere Informationen zu dieser Aktion haben möchte, kann sich gern an Kirsten Schöttler-Martin, Gleichstellungsbeauftragte im Amt Nordsee-Treene, Tel.: 04841/ 992-233, wenden, die auch gezielt die Mädchen- und Jugendtreffs und Schulen im Amtsgebiet informieren wird.

 

 

Aktionswoche gegen häusliche und sexualisierte Gewalt

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