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Eheschließung im Ausland

Sie wollen nicht in Deutschland heiraten ?
Ehefähigkeitszeugnis notwendig ?
Nachweis Ihrer ausländischen Eheschließung bei Rückkehr nach Deutschland
Apostille
Namensführung in der Ehe
Antrag auf Anlegung eines Familiebuches
Einwohnermeldeamt / Bürgerbüro

 
Sie wollen nicht in Deutschland heiraten ?

Damit Sie dieses Ereignis immer in guter Erinnerung behalten und auch später in Deutschland keine Probleme bei den Behörden entstehen, möchten wir Ihnen einige Informationen zu diesem Thema geben.

Ehen, die im Ausland geschlossen werden, werden in Deutschland anerkannt, wenn sie in der Form geschlossen werden, die in dem jeweiligen ausländischen Staat üblich ist (Ortsrecht).

Welche Unterlagen Sie bei der ausländischen Behörde vorlegen müssen, erfahren Sie bei den deutschen Auslandsvertretungen in diesen Ländern bzw. bei den Konsulaten dieser Staaten in der Bundesrepublik Deutschland. Oder Sie wenden sich am Besten direkt an das ausländische Standesamt, vor dem die Ehe geschlossen werden soll.

Gute Informationen zu den notwendigen "Heiratspapieren" für Ihr Reisegepäck können Sie auch den Schriften des Bundesverwaltungsamtes in Köln entnehmen. Das Bundesverwaltungsamt -Informationsstelle für Auslandstätige und Auswanderer- gibt folgende Informationsschriften heraus, die sich mit dem Themenkreis "Eheschließung im Ausland" beschäftigen:

  • Deutsche heiraten in Europa
  • Deutsche heiraten in Nordamerika
  • Deutsche heiraten in Lateinamerika
  • Deutsche heiraten in Afrika
  • Deutsche heiraten in Asien/Australien
  • Ehevertragliche Vereinbarungen in den EU-Staaten
  • Islamische Eheverträge (mit Mustervertrag und länderspezifischen Abweichungen)

Die Informationsschriften sind bei den bundesweit vertretenen Auskunfts- und Beratungsstellen für Auslandstätige und Auswanderer gegen eine Schutzgebühr erhältlich. Ein Verzeichnis dieser Beratungsstellen finden Sie im Internet (www.bundesverwaltungsamt.de, Stichwort: Auswanderung). Sie können dieses Verzeichnis auch schriftlich direkt beim Bundesverwaltungsamt anfordern.

Die Adresse lautet:

Bundesverwaltungsamt
Referat II B 6
- Informationsstelle für Auswanderer und Auslandstätige
- Informationsstelle für ausländisches Recht

Besucheradresse: Kesenicher Straße 216, 53129 Bonn
Postadresse: Bundesverwaltungsamt, 50728 Köln

Servicezeiten: montags bis freitags 8:00 bis 16:30 Uhr

Tel: 022899 358-0
Fax: 022899 358-2823

Kontaktformular

www.auswandern.bund.de ; www.bundesverwaltungsamt.de

In den meisten europäischen Staaten sowie der Türkei wird von deutschen Verlobten unter anderem ein sogenanntes Ehefähigkeitszeugnis verlangt, das Sie beim Standesamt Ihres Wohnsitzes beantragen können.

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Nachweis Ihrer ausländischen Eheschließung bei Rückkehr nach Deutschland

Wenn Sie nun im Ausland die Ehe geschlossen haben und nach Deutschland zurückkehren, sollten Sie auch eine entsprechend den Formvorschriften des jeweiligen Landes ausgestellte Heiratsurkunde mitbringen.

In einigen europäischen Staaten bedürfen die Urkunden keiner förmlichen Beglaubigung. In Mitgliedsstaaten des Haager Übereinkommens vom 05. Oktober 1961 zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisation muss die Heiratsurkunde mit einer sogenannten Apostille versehen sein. Die "Apostille" ist die förmliche Überbeglaubigung der Urkunde und wird durch die übergeordnete innere Behörde im Herkunftsland der Urkunde ausgestellt. Sie kann entweder auf der Urkunde selbst - etwa mit Hilfe eines Stempels - oder auf einem gesonderten Blatt, das mit der Urkunde fest verbunden wird, angebracht werden. Wie dies im Einzelfall geschieht, richtet sich nach der Praxis im Errichtungsstaat. Die Apostille soll die Form eines Quadrats mit Seiten von mindestens 9 Zentimetern haben. Geringfügige Abweichungen in der Größe und Aufmachung sind unschädlich. Zwingend ist, dass die Bescheinigung die Überschrift "Apostille (Covention de La Haye du 5 octobre 1961)" in französischer Sprache trägt und die im Muster enthaltenen Punkte anführt. Die gedruckten Erläuterungen der Punkte können in der Amtssprache der Behörde, die die Apostille ausstellt, abgefasst sein.

Die äußerliche Form sollte disem Muster entsprechen:

Apostille

Für Urkunden aus Ländern, die diesem Abkommen nicht beigetreten sind, ist eine sogenannte Legalisation erforderlich. Die "Legalisation" ist eine Bestätigung der Echtheit der Urkunde selbst, der Eigenschaft, in welcher der Unterzeichner der Urkunde gehandelt hat, ggf. der Echtheit des Siegels, mit der die Urkunde versehen ist. Die erweiterte "Legalisation" bestätigt auch die inhaltliche Richtigkeit der Urkunde. Die Legalisation wird von der deutschen Auslandsvertretung in dem Staat, in dem die Urkunde ausgestellt worden ist, erteilt.

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Namensführung in der Ehe

Wichtig ist sicherlich auch, welchen Familiennamen Sie in der Ehe führen. Grundsätzlich richtet sich die Namensführung eines jeden Ehegatten nach seinem Heimatrecht. Falls ein Ehegatte eine ausländische Staatsangehörigkeit besitz, sollte er sich zunächst an seine Heimatbehörde bzw. sein Konsulat in Deutschland zur Festlegung seiner Namensführung wenden. Sie können jedoch auch beim Standesamt Ihres Wohnsitzes durch eine nachträgliche Erklärung für die Namensführung deutsches Recht wählen. Voraussetzung ist, dass ein Ehegatte die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder zumindest ein Ehegatte seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat. Nach deutschem Recht gibt es folgende Möglichkeiten:

Wenn die Ehegatten keine Erklärung abgeben, behalten sie den zum Zeitpunkt der Eheschließung geführten Familiennamen auch in der neuen Ehe bei.

Beide Ehegatten können durch Erklärung gegenüber dem Standesbeamten entweder den Geburtsnamen oder den zur Zeit der Erklärung über die Bestimmung des Ehenamens geführten Namen des Mannes oder der Frau zum Ehenamen bestimmen. Diese Erklärung kann während des Bestehens der Ehe nicht widerrufen werden.
Der Ehegatte, dessen Name nicht Ehename wird, kann durch Erklärung gegenüber dem Standesbeamten dem Ehenamen seinen Geburtsnamen oder den zur Zeit der Erklärung über die Bestimmung des Ehenamens geführten Namen voranstellen oder anfügen.

Welche Unterlagen Sie für die persönliche Abgabe einer Namenserklärung beim Standesamt vorlegen müssen, teilen wir Ihnen gerne telefonisch mit (04841/992-750 / 751 oder 753). Bitte legen Sie in jedem Fall die Original-Heiratsurkunde zusammen mit einer Übersetzung in die deutsche Sprache durch einen inländischen amtlich anerkannten und öffentlich vereidigten Übersetzer bei uns vor.

In einigen Ländern kann bereits bei der Eheschließung ein gemeinsamer Familienname bestimmt werden. Um welche Staaten es sich hier handelt und welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, können Sie ebenfalls telefonsich bei uns erfragen.

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Antrag auf Anlegung eines Familienbuches

Auch wenn Ihre ordnungsgemäß überbeglaubigte ausländische Heiratsurkunde zusammen mit einer von einem inländischen amtlich ankerkannten und öffentlich vereidigten Übersetzer gefertigten Übersetzung in der Regel vollen Beweiswert für Ihre im Ausland geschlossene Ehe erbringt, können Sie zusätzlich einen Antrag auf Anlegung eines Familienbusches stellen (gebührenpflichtig). Zuständig ist grundsätzlich das Standesamt des gemeinsamen Wohnsitzes der Ehegatten. Zulässig ist der Antrag, wenn einer der Ehegatten oder der Antragsteller deutscher Staatsangehöriger ist, als diesem Personenkreis gleichgestellt gilt oder staatenlos ist. Welche Urkunden und Unterlagen Sie vorlegen müssen, erfahren Sie bei einem persönlichen Beratungsgespräch im Standesamt. Anträge werden nach vorheriger Terminabsprache entgegengenommen.

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Einwohnermeldeamt / Bürgerbüro

Die erfolgte Eheschließung müssen Sie in jedem Fall auch dem Einwohnermeldeamt Ihres Wohnsitzes mitteilen. Im Melderegisteer wird dann Ihr Familiestand (wichtig beispielsweise für Ihre Lohnsteuerkarte) geändert und gegebenenfalls die neue Namensführung eingetragen.


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