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Berichtigungen im Geburten-, Ehe-, Lebenspartnerschafts- oder Sterberegister

Alle Einträge in den Personenstandsregistern sind öffentliche Urkunden, die von den zuständigen Standesbeamtinnen/Standesbeamten nach gewissenhafter Prüfung mit Unterschrift abgeschlossen werden. Berichtigungen können in vielen Fällen durch die Standesabeamtin/den Standesbeamten erfolgen.

Die Register sind zu ergänzen, wenn sich Änderungen im Personenstand der beurkundeten Person ergeben oder der Eintrag fehlerhaft ist.


Berichtigung oder Fortführung? Was ist der Unterschied?

Einen Eintrag im Personenstandsbuch zu berichtigen heißt, das der Eintrag von Anfang an fehlerhaft war und so bei objektiver Betrachtung nie hätte entstehen dürfen.

Eine Fortführung dagegen bedeutet, dass spätere Ereignisse den ursprünglich richtigen Sachverhalt verändert haben.

Berichtigung durch die Standesbeamtin/den Standesbeamten oder auf Anordnung des Gerichts
Berichtigungen können je nach Sachlage durch die Standesbeamtin/den Standesbeamten oder durch gerichtliche Anordnung erfolgen.


Was ist zu veranlassen?

Die Berichtigung muss schriftlich beantragt werden unter Angabe des Grundes und Vorlage des Nachweises der Richtigkeit. Den Antrag kann jeder Beteiligte in dem Beurkundungsverfahren stellen, wie zum Beispiel:

im Geburtenregister

  • die Eltern,
  • das Kind,
  • die Krankenhausverwaltung oder die Hebamme.

im Eheregister/Lebenspartnerschaftsregister

  • der Ehegatte/Lebenspartner

im Sterberegister

  • die Witwe/der Witwer
  • die Kinder, der Nachlassempfänger oder die anzeigende Krankenhausverwaltung bzw. das anzeigende Bestattungsinstitut

Der Antrag ist formlos an das betreffende Standesamt zu richten. In jedem Fall sind alle Beteiligten in dem Berichtigungsverfahren zu hören.
Bei fehlerhafter Schreibweise eines ausländischen Namens ist unbedingt eine amtliche Bescheinigung der Heimatbehörde über die fehlerhafte und die richtige Schreibweise vorzulegen.

Das Standesamt prüft den Umfang und die Möglichkeit einer eigenständigen Berichtigung oder die Vorlage an das Gericht.


Folgebeurkundung
Nicht jede spätere Änderung von Vor- und Familennamen , dem Personen- oder Familienstand, den Geburtsdaten oder der religiösen Zugehörigkeit ist Grund für eine Berichtigung.

Gegenüber der Berichtigung ist die Folgebeurkundung die spätere Änderung des Personenstands im Regsiter. Hier genügen die Vorlage des urkundlichen Nachweises über den veränderten Sachverhalt und gegebenenfalls der schriftliche Antrag auf Eintragung im Personenstandsregister.

Beispiel:
Erhält ein Kind einen weiteren Vornamen durch eine öffentlich-rechtliche Namensänderung, so ist die Urkunde über die Namensänderung mit dem Tag der Aushändigung der Nachweis für die geänderte Namensführung.
Die Namensführung wird mit dem Aushändigungsdatum im Geburtenregister fortgeschrieben und wirkt nicht auf den Tag der Geburt zurück.

Kosten
Berichtigungen sind im Regelfall gebührenfrei. Es können jedoch Gebühren für neue Urkunden fällig werden.

 

 


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